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Webstuhl historisch

Die Geschichte des Badteppichs

Zwei in einem - In einer Badematte vereinen sich die Vorzüge des Teppichs mit denen des Handtuchs: Sie ist ebenso dekorativ, trittfreundlich und wärmend wie der eine und gleichermaßen saugfähig, hautfreundlich und angenehm haptisch wie das andere. 

Dementsprechend viele Parallelen, aber auch Unterschiede weist die Geschichte dieses Gebrauchsartikels auf. Bei diesbezüglichen Nachforschungen kommt es - wie immer - auf den jeweils eingenommenen Blickwinkel an.

Wer die Badematte in ihrer Funktion als fußschmeichelnden und wärmenden Bodenbelag betrachtet, sieht in ihr eher einen Teppich.
Badteppich historisch
Als solcher blickt sie auf eine mehr als 2.000-jährige Geschichte zurück, denn bereits die nomadisierenden Völker Zentralasiens knüpften aus der Wolle ihrer mitziehenden Tiere Matten. Diese erfüllten einerseits praktische, andererseits schmückende Zwecke. 

Sie kamen sowohl zum Bedecken des Bodens - und damit zum Schutz vor Kälte oder als Sitzunterlage - als auch zum Verhängen der Zeltwände - und damit als Vorläufer heutiger Tapeten - zum Einsatz. 

Von einem Badteppich im heutigen Sinne konnte bei den Geweben aus Schaf-, Kamel- oder Rosshaar allerdings noch keine Rede sein, denn die Ansprüche an Hygiene oder Wellness folgten bei Nomadenvölkern in der Regel dem gerade herrschenden Angebot und waren vergleichsweise bescheiden.
Badteppich früher
Ganz anders verhielt es sich bei den Hochkulturen des Orients. Auch hier dienten Teppiche als Boden- oder Wandverkleidung; wurden aber häufig auch zur Darstellung häuslicher, religiöser oder phantastischer Szenen genutzt. 

Durch die Abbildung von badenden Frauen oder Männern sowie den Schutzgöttern des Wassers oder der Geburt wurde aus so manchem Teppich eine reine Badematte, die ausschließlich in sanitären Einrichtungen wie Badehäusern, Hamams o.ä. zum Einsatz kam.

Allerdings unterschieden die Handwerker bei der Herstellung noch nicht zwischen Wohnraum- und Badteppich, so dass die Matten, die in feuchten Räumen auslagen, schnell Nässeschäden erlitten. Sie verloren ihre ursprünglichen Farben, gaben einen unangenehmen Geruch ab oder wurden schimmlig und brüchig. 

An diesem Umstand änderte sich im Verlauf der nächstfolgenden Jahrhunderte nichts. Trotz verschiedener Wirk-, Web- und Knüpftechniken blieben Teppiche immer nur bedingt als Badematte geeignet oder mussten bereits nach kurzer Zeit wieder ausgetauscht werden.
historischer Webstuhl für Badteppiche
Den entscheidenden Beitrag zur Wandlung vom normalen bzw. zweckentfremdeten Wohnraum- zum expliziten Badteppich leistete die Entwicklung eines Baumwollgewebes mit Schlingen. Das im 18. Jahrhundert aufkommende Gewebe wurde auf Grund seiner leicht rauen Oberfläche bevorzugt für Oberbekleidung wie Jacken und Mäntel genutzt. 

Weil sich bald herausstellte, dass dessen gekräuselte Garnstruktur Feuchtigkeit regelrecht aufsaugte, setzte sich der Stoff zunehmend auch als Material für Haushaltstücher durch. 

Doch bevor er auch als Basis für die erste Badematte diente, erhielt er zunächst einen Namen: In Anlehnung an die üblich gewordene Verwendung zum Abreiben nach dem Waschen - im Französischen als "frottieren" bezeichnet - wurde das Gewebe kurzerhand "Frottierstoff" genannt.
Badezimmer mit Badteppich
Es sollten jedoch noch weitere 200 Jahre vergehen, bis dieser sich weltweit als übliches Material für Handtücher, Bademäntel, Waschlappen und damit auch den ersten Badteppich etablierte. 

Der Grundstein für den globalen Siegeszug des Frottierstoffes als Hygieneartikel wurde 1925 im deutschen Gütersloh gelegt. Hier eröffnete der Unternehmer Vossen ein Textilwerk, das die bisherige Luxusware Frottee zum Gebrauchsartikel machen sollte. 

Nachdem der findige Geschäftsmann erkannt hatte, dass sich die Vorzüge des Gewebes auf nahezu jede im Badezimmer benötigte Textilie übertragen ließen, entwarf er neben dem ersten Bademantel auch bald Vorleger, Brücken und Läufer aus Frottierstoff bzw. Frottee. 

Die um sich greifende Ausstattung von Wohnungen mit eigenen Badezimmern führte dazu, dass bald jeder Haushalt über einen Badteppich bzw. eine Badematte verfügte.

Bis heute gehören sie häufig zu einem der ersten Gegenstände, die im Zuge einer Wohnungseinrichtung angeschafft werden. Dank stetiger Weiterentwicklung im Bereich Badteppich können Kunden mittlerweile aus einer Vielzahl unterschiedlicher Formen, Farben und Gestaltungsvarianten wählen. Beispiele für das mögliche Aussehen Ihres neuen Badteppichs bzw. Ihrer neuen Badematte finden Sie in unserem im Online-Shop. Hier sind sowohl klassische als auch moderne Modelle vertreten.