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Sie lieben es gemustert? Ornamente, Karo, Streifen, Hahnentritt, Paisley…wie diese entstanden, was sie bedeuten

Ging es Ihnen auch schon so? Sie sehen, wie beispielsweise Handtücher gemustert sind oder ein Bademantel gemustert ist und fragen sich: Haben diese Muster Geschichte und Bedeutung? Wenn wir ein wenig forschen, kommen wir aus dem Staunen nicht heraus: Einige noch heute verwendete Muster sind schon vor 3.500 Jahren verwendet worden. Bekannte und typische Formen stellen wir nachfolgend vor.

Karomuster


Muster aus gekreuzten Streifen, also Karos, gehören zu den ältesten Mustern der Welt. Sie haben ihren Ursprung in der Herstellungsart erster Stoffe, nämlich dem Weben. 

Karomuster als Tartan sind traditionell in Schottland zu finden. Wenn Wolle heller und dunkler Schafe verwoben wird, entstand der Vorläufer der Schottenkaros. 

Doch der älteste gewobene Tartan stammt aus China. Über 3.500 Jahre alt, wie archäologische Funde bestätigen, dienten diese Stoffe als eine Art Kopfbedeckung für Jadefiguren und zeigen jene Formen, mit denen heute Handtücher gemustert sind.

Hahnentritt / Pepita


Hahnentritt ist ein klassisches Muster, das bei Verweben von Leinenstoffen entsteht. Meist zweifarbig, ergibt sich ein rechtwinkliges Karomuster.

Als Pepita bezeichnet man kleine zweifarbige Karomuster, meist Schwarz und Weiß, die im Gegensatz zum Hahnentritt diagonal verbunden sind. Die Bezeichnung soll auf den Namen der Künstlerin Josefa de la Oliva zurückgehen. Pepita benutzt man als Verkleinerungsform für Pepa, einer Abkürzung von Josefa. Das verspielte Pepita war klassisches Muster von Damenkostümen in den 1960er Jahren. Anschluss fand dieses Muster sogar in der Automobilindustrie: Eine bestimmte Zeit gab vor allem Opel seinen Autositzen eine klassische Pepitamusterung.

Wenn in einem solchen Pepitamuster die Karos größer als ein Zentimeter sind, spricht man von Blockkaro oder Küchenkaro. 

Vichy-Karo


Das sogenannte Vichy-Karo ist noch größer, besteht meist aus einer Farbe kombiniert mit Weiß. Häufig haben Bekleidungs- und Einrichtungsstoffe ein solches Aussehen, früher war so manch ein Bademantel gemustert. Da Muster heute auch gedruckt werden, können auch Handtücher gemustert sein mit Karos.

Karomuster gehören also zu den Klassikern. In Schottland wurden die Karos durch den Hersteller Burberry große Mode. Kariert steht für Tradition, für den Bezug zu Erde und Materie und gilt als konservativ. 

Aber auch beim Westernlook oder Holzfällerhemd tauchen bunte Karos wieder auf. Überraschend, dass ausgerechnet die Punks der 1980er Jahre in ihrer Mode auf karierte Hosen zurückgriff. Wenn man einen Spießer als kleinkariert beschimpft, steht der Punker über dieser Zuschreibung.

Streifen - vereinfachte Form des Karomusters


Eine Vereinfachung eines Karomusters sind Streifen. Diese entstehen beim Weben, wenn gelegentlich die Farben von Fäden in nur einer Richtung variiert werden. Streifen haben bei Bekleidung manchmal Signalcharakter, etwa bei Uniformen. Der legendäre gestreifte Sträflingsanzug war wie der klassische Bademantel gemustert, Streifen hat aber auch der zu feinen Anlässen getragene Nadelstreifenanzug. 

Der Nadelstreifen entsteht, wenn in einen einheitlichen, meist recht edlen Grundstoff, ein farblich unterschiedlicher Kettfaden in Längsrichtung verarbeitet wurde. Legendär ist die Ansicht, dass Längsstreifen schlank machen, Querstreifen die Figur eher füllig wirken lassen. Schauen wir in Badezimmer, finden wir vor allem Handtücher, gemustert mit Streifen. 

Paisley


In der Geschichte jünger sind alle Muster, die runde Formen enthalten. Diese konnten nur da entstehen, wo man bereits die Drucktechnik beherrscht. Das bekannteste und zeitloseste Muster ist Paisley. Es hat seinen Ursprung sehr wahrscheinlich im persisch indischen Raum. Typisch ist die klassische Form eines Tropfens, der wie ein Komma geschwungen ist. 

Viele feine Farbnuancen und -Verzierungen betonen das Verspielte eines solchen Musters. Kein Wunder, dass die Hippiebewegung in den 1960er Jahren gerne auf ähnliche Muster zurückgriffen. Interessant ist, dass in der grafischen Darstellung von sogenannten mathematischen Fraktalen oder Mandelbrotmengen (nach dem Mathematiker Benoit Mandelbrot) dem Paisley sehr ähnliche Muster entstanden. Vielleicht gab das dem Paisley als modernes Stilmittel einen neuen Aufschwung. Man findet heute vor allem Futterstoffe, aber auch Krawatten und manch Bademantel gemustert mit Paisley.

Ornamente


Die Bezeichnung Ornament leitet sich vom lateinischen Wort "ornare" ab, das "schmücken, zieren" bedeutet. Ornamente sind aneinandergereihte, sich wiederholende Formen, die z.B. Handtücher schmücken. Oft bestehen Ornamente aus geometrischen Figuren oder solchen, die an Pflanzen erinnern. Aussagekräftige Farbkombinationen unterstreichen den meist verspielten Charakter der Ornament-Frottiertücher.

Die ersten geometrischen Verzierungen traten bereits im Alten Orient auf und reichen bis zu 10000 Jahre zurück. Diese kamen auf Tongefäßen, Werkzeugen oder Höhlenwänden zum Einsatz und sind teilweise bis heute erhalten. Im Laufe der Jahrtausende entwickelten sich von der klassischen Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit verschiedene typische Formen der Ornamente weiter.

Kreis-Muster


Kreismuster gab es auffallend in der Popkunst der 1970er. Der Kreis ist der denkbar größte Kontrast und Gegenentwurf zum Karo. Wenn das Karo für Tradition, Materie und auch für Vergänglichkeit steht, ist im Kreis das Zeitlose enthalten. Der Kreis beschreibt die ständige Wiederkehr, zwei Kreise liegend als Acht bilden das Symbol der Unendlichkeit.

Wenn Sie Lust auf Form und Farben bekommen haben, schauen Sie einmal bei uns auf HandtuchWelt.de nach: Sie werden bei uns die Handtücher, gemustert in verschiedener Art Weise, mit anderen Augen sehen. Und ein Bademantel, gemustert mit Pepita oder kimonoartig bunt gestaltet, spricht Sie jetzt auch noch auf eine andere Art und Weise an.