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Baumwolle

Von der Baumwollpflanze bis zum Handtuch - ein spannender Weg

Sich nach einem warmen Bad oder einem Saunagang in ein kuscheliges Handtuch oder einen weichen Bademantel aus Baumwolle einzuwickeln, ist für nahezu jeden Menschen eine ideale Vorstellung von einem perfekten Entspannungstag. 

Doch was genau ist eigentlich Baumwolle, woher kommt das Material und wie wird daraus ein Handtuch oder ein flauschiger Bademantel? Dieser Artikel soll dieser spannenden Frage auf den Grund gehen.
Baumwolle

Handtuch und Bademantel vom Feld geerntet


Die für zahlreiche Textilien verwendete Baumwolle stammt nicht von Schafen und wächst auch nicht auf einem Baum. Vielmehr wird das Material in seiner Ursprungsform auf Feldern als Strauch angepflanzt. Der Baumwollstrauch gehört zu den sogenannten Malvengewächsen wie etwa auch der Hibiskus. 

Hierbei gibt es viele verschiedene Arten, doch nur vier Baumwollgewächse können zur Gewinnung der bis zu 40 cm langen weißen Fasern (Lint) genutzt werden. Zunächst trägt die Baumwollpflanze gelbe Blüten. Aus diesen entwickeln sich dann - etwa 50 Tage später - die Baumwollfrüchte. Diese kapselartigen Gebilde springen nach einiger Zeit auf und heraus quellen die stark behaarten Samenkörner, die an Wattebäusche erinnern.
Baumwollfeld
Baumwolle wird schon seit Jahrhunderten für die Herstellung von Kleidungsstücken verwendet. So finden sich erste Hinweise auf das Material bereits im dritten Jahrtausend vor Christus. In Indien wurden Reste von Baumwolltextilien gefunden, die aus diesem Zeitalter stammen. Angebaut wurde die Pflanze dort jedoch wahrscheinlich schon 6000 vor Christus. 

Von Indien aus erreichten Stoffe aus Baumwolle dann auch Ägypten und später Europa. Parallel wurde die Pflanze wohl auch in Afrika und Südamerika angebaut. In Mexiko fanden Wissenschaftler beispielsweise domestizierte Formen der Baumwolle, die unter anderem auf das zweite Jahrtausend vor Christus zurückgehen.

Die Hauptanbaugebiete der Baumwolle


Bauwolle kann nur unter idealen Bedingungen reifen, so dass sie nicht in allen Länder der Erde angebaut werden kann. Zunächst ist vor allem ein feuchter Boden und ein trockenes Klima von ungemeiner Wichtigkeit. 

Die Wachstumszeit beträgt etwa vier bis sechs Monate, wobei die Erntezeit zwischen acht bis neun Monaten liegen kann, da die Baumwollpflanze unterschiedlich reift und so mehrere Erntevorgänge nötig werden. 

Länder in subtropischen und tropischen Zonen eignen sich am besten für den Anbau von Baumwolle. So sind China, Indien, Pakistan und die USA als größte Baumwolllieferanten zu nennen. 

Für die USA hat sich sogar der Begriff "cotton-belt" (Baumwoll-Gürtel) herausgebildet. Der Gürtel zieht sich im Süden der USA von Texas bis Virginia. Diese Staaten lebten im 19. und 20. Jahrhundert hauptsächlich vom Baumwollanbau.
Baumwollfelder

Der lange Weg des wolligen Materials


Wenn die Kapseln aufgeplatzt sind, wird mit der Ernte begonnen. Diese erfolgt per Hand oder mithilfe von Erntemaschinen. Besonders lange und helle Fasern bringen das meiste Geld ein. 

Da Erntemaschinen das Material oftmals verschmutzen, kann gesagt werden, dass handgepflückte Baumwolle wertvoller ist. Andererseits schaffen Erntemaschinen das zehn- bis zwanzigfache Pensum eines Erntehelfers.

Wurde die Baumwolle geerntet, so wird sie zunächst zur Nachreifung und Trocknung gelagert. Danach müssen die Samenkörner sowie eventuell Blätter und andere Pflanzenreste entfernt werden. Dies geschieht mittels einer Entkörnungsmaschine - auch Gin genannt.
Baumwolle in Säcken
Die übrigbleibenden Fasern weisen nach der Reinigung noch eine Wachsschicht auf, die jedoch zumeist entfernt wird, da die Baumwolle so sehr saugfähig wird, was besonders für ein Handtuch oder einen Bademantel wichtig ist. Aus 100 kg Rohbaumwolle können etwa 35 Kilo Fasern gewonnen werden.

Die Fasern treten dann in gepressten Ballen ihren Weg in Spinnereien auf der ganzen Welt an - zumeist jedoch nach Asien. Dort werden die Ballen zunächst wieder aufgelockert und daraufhin mit einer sogenannten Kardiermaschine zu einem Vlies verarbeitet, so dass später durch Drehen und Strecken ein dünner Faden entsteht.
Baumwolle Handtuch
Das Endprodukt ist hier das sogenannte Baumwoll-Garn. Das Garn wird dann an Webereien verschickt, wo es zu Stoffen verarbeitet wird. Diese können dann zusätzlich eingefärbt und dann zu einem Handtuch oder Bademantel weiterverarbeitet werden. Im Endeffekt kann es sein, dass die Baumwollpflanze eine Reise um den ganzen Globus antritt, um dann später in Ihrer Sauna oder Ihrem Badezimmer zu hängen.

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